Kaution bis wann zurückzahlen? Ein einfacher Leitfaden zu deinen Fristen
kaution bis wann zurückzahlen

Kaution bis wann zurückzahlen? Ein einfacher Leitfaden zu deinen Fristen

Richard
16 Min. Lesezeit

Endlich, die Schlüssel sind weg, der Umzug ist fertig. Doch eine Frage haben viele Mieter: Wann sehe ich meine Kaution wieder? Die kurze Antwort lautet: Dein Vermieter hat meist drei bis sechs Monate Zeit, das Geld zurückzuzahlen. Das klingt erstmal lang. Aber diese Frist hat einen Grund.

Wie schnell muss der vermieter die kaution zurückzahlen?

Nach dem Auszug prüft der Vermieter alles. Für Mieter beginnt oft eine nervige Wartezeit. Die Frage „Wann kommt die Kaution zurück?“ gehört zum Ende jedes Mietverhältnisses. Das Gesetz gibt dem Vermieter hier bewusst etwas Zeit. So kann er alles in Ruhe prüfen.

Diese „Prüf- und Überlegungsfrist“ dauert in der Regel drei bis sechs Monate. In dieser Zeit geht der Vermieter eine Liste durch:

  • Gibt es Schäden in der Wohnung? Gehen sie über normale Spuren hinaus? Wurde beim Auszug vielleicht eine Wand kaputt gemacht?
  • Sind alle Mieten und Nebenkosten bis zum letzten Tag bezahlt?
  • Und der wichtigste Punkt: Fehlt noch die letzte Nebenkostenabrechnung?

Jeder dieser Punkte kann die Rückzahlung verzögern. Oder er kann den Betrag kleiner machen. Es geht darum, fair zu klären, ob noch Geld fehlt. Die Kaution ist die Sicherheit dafür.

Der typische zeitablauf bis zur rückzahlung

Der Weg zur Rückzahlung ist fast immer gleich. Alles startet mit der Wohnungsübergabe. Dann beginnt die Prüffrist. Sobald der Vermieter alles für gut befindet, muss er die Kaution mit Zinsen überweisen. Das gilt, wenn keine Forderungen mehr offen sind.

Die folgende Grafik zeigt diesen Ablauf sehr deutlich. Sie zeigt alles vom Auszug bis zum Geldeingang auf deinem Konto.

Zeitplan Kautionsrückzahlung: Darstellung des Prozesses mit Auszug, Prüffrist (3-6 Monate) und anschließender Auszahlung der Kaution.

Man sieht klar: Die Prüfzeit von drei bis sechs Monaten ist das Wichtigste. Erst danach fließt das Geld.

Rechtliche grundlage und fristen

In Deutschland ist die Rückzahlung der Kaution ein wichtiger Punkt im Mietrecht. Er steht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Der wichtige Paragraph ist § 551 BGB. Oft werden fälschlicherweise andere genannt. Gerichte haben entschieden: Eine Frist von bis zu sechs Monaten nach dem Auszug ist in Ordnung. Diese Frist schützt den Vermieter vor Schäden, die er erst später entdeckt. Sie gibt aber auch dir als Mieter eine klare Zeitgrenze.

Ganz wichtig zu wissen: Der Vermieter darf nicht einfach die ganze Kaution ewig behalten. Er muss jeden Abzug genau begründen. Er muss auch die Kosten dafür beweisen. Pauschale Abzüge sind nicht erlaubt.

Wenn bei der Übergabe alles super war, sollte die Rückzahlung schneller gehen. Das gilt auch, wenn keine Rechnungen offen sind. In solchen einfachen Fällen wartet man selten länger als ein bis zwei Monate. Du willst mehr über die verschiedenen Fristen bei der Kautionsrückzahlung erfahren? In unserem Beitrag dazu findest du alle Details.

Die rechtlichen Grundlagen der Kaution – ganz einfach erklärt

Mietrecht klingt erstmal nach trockenen Paragrafen. Aber bei der Kaution sind die Regeln ziemlich klar und fair. Stell dir die Kaution einfach wie ein Pfand vor. Du gibst dem Vermieter eine Sicherheit. Das ist für den Fall, dass bei deinem Auszug etwas nicht stimmt. Das Gesetz passt auf, dass dabei alles richtig läuft.

Die wichtigste Regel zuerst: Dein Vermieter darf höchstens drei Monatskaltmieten als Sicherheit fordern. Die Betonung liegt auf Kaltmiete. Das ist die Miete ohne die Nebenkosten. Diese Grenze ist ein Schutz für Mieter. So scheitert der Einzug nicht an einer zu hohen Forderung.

Wohin mit dem Geld? Was der Vermieter beachten muss

Dein Vermieter darf die Kaution nicht einfach in seine eigene Tasche stecken. Er darf sie auch nicht auf sein normales Konto legen. Das Gesetz ist hier ganz klar: Er muss das Geld getrennt von seinem eigenen Geld anlegen. Meistens landet es auf einem speziellen Kautionskonto oder einem Sparbuch.

Warum ist das so wichtig? Ganz einfach: Sollte dein Vermieter mal Geldprobleme haben und pleitegehen, ist deine Kaution sicher. Sie gehört ja immer noch dir. Gläubiger des Vermieters können nicht darauf zugreifen. Ein netter Bonus: Die Zinsen, die das Geld über die Jahre bringt, gehören ebenfalls dir.

Die Kaution bleibt dein Eigentum. Der Vermieter passt nur darauf auf. Er darf es aber nicht für sich nutzen. Am Ende der Mietzeit muss er es dir mit Zinsen zurückzahlen, wenn es keine offenen Forderungen gibt.

Ein guter Mietvertrag schafft von Anfang an klare Verhältnisse

Ein guter Mietvertrag ist viel wert. Darin sollte klar stehen, wie hoch die Kaution ist. Es sollte auch geregelt sein, wie sie angelegt wird. Das schafft Klarheit und verhindert späteren Streit. Falls du unsicher bist, was alles reingehört, schau dir mal ein Muster-Mietvertrag für eine möblierte Wohnung an.

Gerade für Firmen ist diese Klarheit sehr wichtig. Zum Beispiel, wenn sie Monteurzimmer für ihre Teams mieten. Feste Regeln geben Sicherheit bei der Planung. Sie machen den Mieterwechsel in der Firma zu einem einfachen Prozess.

Leider gibt es in der Praxis oft Probleme. Eine interessante Studie zeigte: Nur 40 % der Mieter bekamen ihre Kaution pünktlich und komplett zurück. Erschreckende 25 % mussten sogar klagen, um ihr Geld wiederzusehen. Die klaren Gesetze sind also dein wichtigstes Werkzeug als Mieter.

Übrigens gibt es auch andere Wege als die Kaution in bar. Zum Beispiel einen Mietkautionskredit. Doch egal, welche Form man wählt: Die rechtlichen Grundlagen gelten immer.

Was darf der vermieter von der kaution abziehen?

Eine Person füllt ein Dokument mit Stift aus, daneben liegen Schlüssel, ein Hausmodell und Geldscheine. Text: 'Erlaubte Abzüge'.

Die Kaution ist deine Sicherheit. Aber sie ist auch die Sicherheit deines Vermieters. Das heißt aber nicht, dass er das Geld einfach für alles nutzen darf. Es gibt ganz klare Regeln, wann und wofür er einen Teil oder die ganze Summe behalten kann.

Der häufigste Grund sind offene Mietzahlungen. Bist du mit der Miete im Rückstand, darf der Vermieter die Kaution nutzen. Damit deckt er diese Schulden. Das ist der Hauptzweck der Kaution.

Genauso wichtig sind selbst verursachte Schäden in der Wohnung. Nach deinem Auszug wird der Vermieter die Wohnung genau ansehen. Findet er Schäden, die über normale Abnutzung hinausgehen, kann er die Reparaturkosten von der Kaution abziehen.

Echte schäden oder normale abnutzung?

Genau an diesem Punkt gibt es oft Streit zwischen Mietern und Vermietern. Was ist ein echter Schaden und was eine normale Gebrauchsspur nach mehreren Jahren? Die Unterscheidung ist wichtig. Denn für die üblichen Spuren des Wohnens musst du nicht zahlen.

  • Echter Schaden (Abzug erlaubt): Ein großer Rotweinfleck auf dem Teppich. Ein Sprung im Waschbecken. Tiefe Kratzer im Parkett, weil eine Kommode darüber geschleift wurde. Auch ein verlorener Schlüssel kann teuer werden, wenn die ganze Schließanlage getauscht werden muss.
  • Normale Abnutzung (kein Abzug): Leicht gelbe Tapeten nach fünf Jahren. Kleine Druckstellen im Teppich, wo das Sofa stand. Typische Schatten an der Wand, wo Bilder hingen. Das sind die Spuren des Lebens, für die du nicht zahlen musst.

Ein genaues Übergabeprotokoll mit vielen Fotos ist deshalb dein bester Freund. Das gilt für den Einzug und den Auszug. Es ist der beste Beweis. Es zeigt, welche Mängel schon da waren. Oder welche Spuren zur normalen Abnutzung gehören.

Ein Vermieter muss jeden einzelnen Abzug von der Kaution belegen. Er braucht dafür Rechnungen oder Kostenvoranschläge. Pauschale Abzüge nach Gefühl sind nicht erlaubt. Du hast immer das Recht, diese Belege anzusehen.

Weitere zulässige abzüge

Neben Miete und Schäden gibt es noch zwei weitere Fälle. Dein Vermieter darf einen Teil der Kaution für eine offene Nebenkostenabrechnung behalten. Wenn eine hohe Nachzahlung wahrscheinlich ist, kann er einen passenden Betrag einbehalten. Das gilt, bis die Abrechnung fertig ist.

Außerdem können Kosten für Schönheitsreparaturen anfallen. Das geht aber nur, wenn das im Mietvertrag klar und fair geregelt wurde. Viele allgemeine Klauseln zur Renovierung sind heute ungültig. Es lohnt sich also, das ganz genau zu prüfen!

Mehr Details dazu, wann genau man die Kaution zurückbekommt, findest du in unserem großen Ratgeber zur Kautionsrückzahlung. Dort stehen auch die häufigsten Gründe für nervige Verzögerungen.

Checkliste: Was von der kaution abgezogen werden darf

Hier ist eine kleine Liste. Sie macht das Ganze übersichtlicher. Sie zeigt, was typischerweise erlaubt ist und was nicht.

Zulässiger abzug (beispiel)Unzulässiger abzug (beispiel)
Nicht bezahlte Mieten oder Nebenkosten.Reparaturen, die größer sind als der eigentliche Schaden (z. B. ganzes Wohnzimmer neu streichen wegen eines kleinen Kratzers).
Kosten für die Reparatur von selbst verursachten Schäden (z. B. Brandloch im Boden).Abnutzung durch normales Wohnen (z. B. blasse Wandfarbe nach 8 Jahren).
Nachzahlung aus der letzten Nebenkostenabrechnung.Kosten für Mängel, die schon beim Einzug im Protokoll standen.
Kosten für Schönheitsreparaturen, falls im Vertrag wirksam vereinbart.Pauschale Abzüge ohne konkrete Rechnungen oder Kostenvoranschläge.

Diese Liste hilft dir dabei, die Abrechnung deines Vermieters schnell zu prüfen. Du erkennst so, ob alles richtig läuft.

Warum die nebenkostenabrechnung deine kaution verzögert

Du bist schon lange ausgezogen, aber dein Vermieter behält noch einen Teil der Kaution? Ein sehr häufiger und oft nerviger Grund dafür ist die Nebenkostenabrechnung. Viele Mieter sind dann unsicher: Darf er das überhaupt? Und warum blockiert dieser eine Punkt die ganze Auszahlung?

Der Grund ist eigentlich recht einfach. Deine monatlichen Zahlungen für Heizung und Wasser sind nur Schätzungen. Was du wirklich verbraucht hast, steht erst fest, wenn der Vermieter die Jahresabrechnung bekommt. Er muss diese dann auf alle Mieter im Haus verteilen. Dieser Prozess kann dauern – oft bis zum Ende des nächsten Jahres.

Wie viel darf der vermieter zurückbehalten?

Dein Vermieter darf aber nicht einfach die ganze Kaution ewig behalten. Das Gesetz ist hier klar: Er darf nur einen passenden Teil der Kaution als Puffer für eine Nachzahlung behalten. Der große Rest der Kaution muss dir trotzdem innerhalb von drei bis sechs Monaten überwiesen werden. Das gilt, wenn keine Schäden oder Mietschulden da sind.

Aber was heißt „passend“? Dafür gibt es eine gute Faustregel:

Der einbehaltene Betrag sollte sich an den Nachzahlungen der letzten Jahre orientieren. Musstest du früher immer so um die 150 Euro nachzahlen, darf der Vermieter auch nur einen Betrag in dieser Höhe zurücklegen.

Er kann also nicht einfach 500 Euro blockieren, wenn deine Nachzahlungen immer viel niedriger waren. Du hast das Recht, eine klare Begründung für die Höhe des Betrags zu fordern. Wenn du mehr über die genauen Fristen zur Rückzahlung deiner Kaution wissen willst, schau mal in unseren Detail-Ratgeber.

Welche fristen gelten für die abrechnung?

Die Nebenkostenabrechnung ist also der Schlüssel zum Rest deiner Kaution. Und für deinen Vermieter tickt hier eine Uhr. Er muss dir die Abrechnung für 12 Monate spätestens 12 Monate nach Ende des Zeitraums geben.

Mal ein konkretes Beispiel:

  • Abrechnungszeitraum: 01.01.2023 bis 31.12.2023
  • Spätester Stichtag für die Abrechnung: 31.12.2024

Verpasst der Vermieter diese Frist, hat er Pech gehabt. Er kann dann keine Nachzahlung mehr von dir fordern. Dein Anspruch auf die Auszahlung des restlichen Geldes bleibt aber natürlich bestehen.

Sobald die fertige Abrechnung bei dir ankommt und du nachzahlen musst, darf der Vermieter das Geld verrechnen. Ergibt sich sogar ein Guthaben für dich, muss er dir den Restbetrag sofort überweisen. Das heißt: innerhalb von ein paar Wochen. So läuft am Ende alles fair ab, auch wenn es manchmal etwas Geduld braucht.

Was tun, wenn die Kaution nicht zurückkommt?

Eine Person schreibt und tippt an einem Laptop, während sie eine Kaution zurückfordert.

Die sechs Monate sind um, aber auf deinem Konto ist kein Geld? Wenn der Vermieter die Kaution einfach nicht zurückzahlt, ist das sehr ärgerlich. Aber keine Sorge, das heißt nicht, dass dein Geld für immer weg ist. Jetzt ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die richtigen Schritte zu machen.

Der erste Schritt ist immer eine kurze Prüfung. Bist du sicher, dass die übliche Frist von sechs Monaten wirklich vorbei ist? Zähl am besten ab dem Tag der offiziellen Wohnungsübergabe. Manchmal verrechnet man sich um ein paar Wochen.

Überlege auch, ob es noch offene Punkte gibt. Der häufigste Grund für eine Verzögerung ist die offene Nebenkostenabrechnung. Falls dein Vermieter deshalb einen Teil des Geldes zurückhält, muss er dir das aber klar sagen. Den Rest der Kaution muss er trotzdem schon auszahlen.

Der erste Schritt: Die schriftliche Aufforderung

Wenn die Frist abgelaufen ist und du nichts vom Vermieter hörst, musst du selbst handeln. Ein Anruf kann manchmal helfen, aber ein Schreiben ist immer besser. So hast du einen Beweis in der Hand.

Schicke deinem Vermieter einen Brief, am besten per Einschreiben mit Rückschein. In diesem Brief forderst du ihn höflich, aber bestimmt zur Rückzahlung auf. Das Wichtigste dabei: Setze ihm eine klare Frist.

Eine Frist von zwei Wochen (also 14 Tage) gilt als absolut fair und passend. Das gibt dem Vermieter genug Zeit, das Geld zu überweisen.

Dieser einfache Schritt reicht in den meisten Fällen schon aus. Oft ist die Nichtzahlung kein böser Wille, sondern der Vermieter hat es einfach vergessen. Ein offizieller Brief erinnert ihn daran.

Ein Musterbrief für deine Forderung

Du musst keinen komplizierten juristischen Text schreiben. Ein einfaches und klares Schreiben reicht völlig aus. Hier ist eine Vorlage, die du leicht anpassen kannst.

So füllst du das Musterschreiben aus:

  1. Deine Daten: Schreibe oben links deinen Namen und deine neue Adresse.
  2. Vermieter-Daten: Darunter kommen Name und Adresse deines Vermieters.
  3. Datum und Betreff: Füge das aktuelle Datum ein. Wähle einen klaren Betreff, zum Beispiel: „Aufforderung zur Rückzahlung der Mietkaution für die Wohnung in [Alte Adresse]“.
  4. Der Text: Erkläre kurz, wann das Mietverhältnis endete. Schreibe, dass die Kaution jetzt fällig ist. Nenne den genauen Betrag und setze die Frist von 14 Tagen.
  5. Bankverbindung: Ganz wichtig: Gib deine aktuelle Bankverbindung (IBAN) an. So weiß der Vermieter, wohin das Geld soll.
  6. Unterschrift: Unterschreibe den Brief von Hand.

Das ist der beste Weg, um dein Geld zurückzubekommen, ohne direkt einen teuren Streit anzufangen. Wenn der Vermieter auch auf diesen Brief nicht reagiert, sind weitere rechtliche Schritte möglich. Aber meistens sorgt dieser Brief schon für Bewegung.

Willst du wissen, wann die Frist genau beginnt und endet? In unserem Artikel zum Thema "Mietkaution zurück wann" findest du alle Details dazu.

Warum dir Zinsen auf deine Kaution zustehen

Viele Mieter wissen das gar nicht: Deine Kaution ist kein totes Geld, das nur beim Vermieter liegt. Sie muss für dich arbeiten. Stell es dir wie ein kleines Sparkonto vor. Das Geld wird sicher angelegt und bringt mit der Zeit Zinsen. Genau das muss auch mit deiner Kaution passieren.

Das ist keine nette Geste des Vermieters, sondern steht klar im Gesetz. Er muss deine Kaution getrennt von seinem eigenen Geld anlegen. Das passiert auf einem speziellen Kautionskonto. Dieses Konto muss Zinsen bringen. Wenn du ausziehst, bekommst du also nicht nur die Kaution zurück. Du bekommst auch die Zinsen, die sich über die Jahre gesammelt haben.

Wie hoch sind die Zinsen und wie werden sie berechnet?

Zugegeben, in Zeiten von niedrigen Zinsen kommt dabei nicht viel Geld zusammen. Aber es ist dein Geld, und das solltest du nicht verschenken. Über mehrere Jahre Mietdauer kann sich trotzdem ein netter kleiner Betrag ansammeln.

Ein kurzes Rechenbeispiel aus der Praxis:

  • Deine Kaution: 1.500 Euro
  • Mietdauer: 5 Jahre
  • Durchschnittlicher Zinssatz: 0,5 % pro Jahr (realistisch geschätzt)

Selbst bei diesem kleinen Zinssatz kommen über die fünf Jahre immerhin rund 37,80 Euro zusammen. Das ist vielleicht kein großer Gewinn, aber es ist Geld, das dir zusteht.

Es ist erstaunlich, wie oft dieses Thema für Ärger sorgt. Ältere Studien zeigten: Bei über der Hälfte der Mieter war die Zinsabrechnung falsch oder es gab Streit. Ungefähr 20 % bekamen sogar erst mal gar keine Zinsen. Sie mussten erst aktiv danach fragen. Wenn du mehr über die Zinsberechnung wissen willst, findest du alles Wichtige in diesem Ratgeber zur Mietkaution.

Was tun, wenn der Vermieter die Zinsen einfach einbehält?

Wenn du am Ende deine Kautionsabrechnung bekommst, schau ganz genau hin. Die Zinsen müssen dort klar und verständlich stehen. Fehlen sie ganz oder kommt dir der Betrag komisch vor, solltest du sofort aufpassen.

Dein Anspruch auf die Zinsen ist genauso stark wie dein Anspruch auf die Kaution selbst. Der Vermieter darf sie nicht einfach ignorieren.

Fordere deinen Vermieter am besten schriftlich auf. Er soll dir eine saubere Zinsabrechnung schicken. Und er soll den fehlenden Betrag überweisen. In den meisten Fällen löst sich das Problem dann ganz schnell. Schließlich ist das Gesetz hier ganz klar auf deiner Seite.

Die brennendsten fragen zur kautionsrückzahlung

Zum Schluss klären wir noch ein paar typische Fragen. Hier gibt's die Antworten kurz und einfach auf den Punkt gebracht.

Darf der Vermieter die Kaution länger als 6 Monate behalten?

Ja, aber nur in einem ganz bestimmten Fall. Die Sechs-Monats-Frist ist normalerweise die Obergrenze. In der Zeit muss der Vermieter alles prüfen. Eine Ausnahme gibt es aber: die noch offene Nebenkostenabrechnung.

Wenn schon klar ist, dass du nachzahlen musst, darf der Vermieter einen passenden Teil der Kaution dafür behalten. Wichtig ist aber: Der große Rest der Kaution muss dir trotzdem nach spätestens sechs Monaten überwiesen werden.

Was passiert mit meiner Kaution, wenn die Wohnung verkauft wird?

Keine Sorge, dein Geld ist absolut sicher. Wenn der Vermieter das Haus verkauft, geht der Mietvertrag auf den neuen Eigentümer über. Das gilt mit allen Rechten und Pflichten. Das nennt sich "Kauf bricht nicht Miete" und schützt dich als Mieter.

Der neue Eigentümer ist dann auch für deine Kaution verantwortlich. Am Ende deines Mietverhältnisses muss er dir das Geld mit Zinsen auszahlen. Für dich ändert sich also praktisch nichts.

Kann ich die Rückzahlung der Kaution beschleunigen?

Ja, auf jeden Fall! Du kannst selbst dafür sorgen, dass es schneller geht. Der größte Hebel ist eine saubere und problemlose Wohnungsübergabe.

  • Lückenloses Übergabeprotokoll: Mach Fotos von allem. Halte den Zustand der Wohnung genau fest. Das schafft Klarheit und verhindert späteren Streit.
  • Wohnung im Top-Zustand: Übergib die Wohnung ohne selbst verursachte Schäden. Denk auch an alle Schlüssel.
  • Alle Konten auf null: Stell sicher, dass keine Miete mehr offen ist. Sorge dafür, dass alle Zahlungen gemacht wurden.

Die einfache Formel lautet: Je weniger Grund du dem Vermieter für Beschwerden gibst, desto schneller ist das Geld wieder auf deinem Konto.


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